So installieren Sie eine bodeneingelassene Scherenhebebühne in einer Werkstatt
Die Installation einer bodeneingebauten Scherenhebebühne erfordert eine sorgfältige Planung, bevor der Werkstattboden fertiggestellt wird. Die Position der Hebebühne, die Einbaugruben, das Betonfundament, die Entwässerung, die elektrischen Anschlüsse und der verfügbare Arbeitsraum sollten im Voraus berücksichtigt werden.
Diese Anleitung beschreibt die wichtigsten Vorbereitungs- und Einbauphasen für die versenkte Doppelscherenhebebühne BD-S4 und hilft Werkstätten dabei, zu verstehen, was vor und während der Installation zu beachten ist.
1. Standort der Hebebühne planen
Der erste Schritt besteht darin, die genaue Position der Hebebühne in der Werkstatt festzulegen. Dabei sollten die Einfahrtrichtung der Fahrzeuge, der verfügbare Arbeitsraum, der Abstand zu Wänden und Türen sowie die Position anderer Werkstattgeräte berücksichtigt werden.
Planen Sie die Installation nicht ausschließlich anhand der Abmessungen der Hebebühne. Lassen Sie rund um das Fahrzeug genügend Platz, damit die Techniker bequem arbeiten können und die Werkstattgeräte eingesetzt werden können.
Auch die Höhe der Werkstatt sollte überprüft werden. Beim BD-S4 beträgt die maximale Hubhöhe 2.030 mm, daher müssen die Höhe des Fahrzeugs und etwaige darüber liegende Konstruktionen berücksichtigt werden, bevor die endgültige Position festgelegt wird.
Überprüfen Sie die Position von Garagentoren, Schienen, Trägern, Beleuchtung, Lüftungskanälen und anderen Einrichtungen über dem Fahrzeug. Sobald der Betonboden fertiggestellt ist, kann eine Änderung der Hebebühnenposition zu einer wesentlich komplizierteren Bauaufgabe werden.
2. Vorbereitung der Einbaugruben
Sobald die Position der Hebebühne festgelegt ist, können die beiden Einbaugruben vorbereitet werden. Der BD-S4 benötigt zwei separate Gruben für seine Hebemechanismen.
Die geplante Gruben-Tiefe beträgt ca. 330 mm. Überprüfen Sie vor Baubeginn sorgfältig die Länge, Breite und Tiefe der Gruben sowie den Abstand zwischen den Gruben und die Diagonalmaße.
Die endgültige Position der Gruben sollte zudem unter Berücksichtigung des fertigen Fußbodenniveaus festgelegt werden. Eine genaue Positionierung ist wichtig für die korrekte Ausrichtung der Hebebühnen.
Bevor Sie mit den Bauarbeiten fortfahren, überprüfen Sie alle Maße anhand der mit dem jeweiligen Aufzug gelieferten Einbaudokumentation. Die endgültigen Anforderungen können vom Aufzugsmodell und den Gegebenheiten des Gebäudes abhängen.
3. Entwässerung und Flüssigkeitsauffang planen
Die Entwässerung sollte vor der Fertigstellung des Betonbodens berücksichtigt werden. Wasser, Schnee, Schmutz und Streusalz können während des normalen Werkstattbetriebs in die Gruben gelangen.
Bei der Wartung in der Werkstatt können zudem Öl, Kraftstoff, Hydraulikflüssigkeit und andere technische Flüssigkeiten anfallen. Daher sollte für die Einbaugruben ein geeignetes Flüssigkeitsauffangsystem geplant werden.
Je nach Infrastruktur der Werkstatt kann ein separater Auffangbehälter oder ein Sammelbecken verwendet werden, um Flüssigkeiten aufzufangen und bei Bedarf zu entsorgen.
Die genaue Lösung für die Entwässerung und das Flüssigkeitsmanagement sollte entsprechend der Werkstattinfrastruktur, der vorgesehenen Nutzung und den geltenden örtlichen Anforderungen ausgewählt werden.
4. Einbau der Einbaugruben
Nachdem das Fundament und die erforderlichen Versorgungsleitungen vorbereitet wurden, können die beiden Einbaugruben angelegt werden.
Die Öffnungen müssen gemäß den Anforderungen für die Montage der Hebebühne exakt positioniert werden. Die endgültige Geometrie der Gruben bestimmt die Position der Hubmechanismen und die Ausrichtung der Plattformen.
Besonderes Augenmerk sollte auf die obere Ebene der Gruben gelegt werden. Die Grubenränder müssen korrekt positioniert sein, damit die Plattformen bei vollständig abgesenktem Aufzug bündig mit dem fertigen Werkstattboden abschließen.
5. Schützen Sie die Grubenränder
Die Ränder der Einbaugruben sollten vor Beschädigungen während der Bauphase und im späteren Werkstattbetrieb geschützt werden.
Um die Grubenränder herum kann ein Metallwinkelprofil angebracht werden, um zusätzlichen Schutz vor Stößen durch Werkstattausrüstung und den täglichen Gebrauch zu bieten.
In Werkstattaumgebungen, in denen Feuchtigkeit, Schmutz und Streusalz auftreten können, sollte ein geeignetes korrosionsbeständiges Material in Betracht gezogen werden.
6. Vorbereitung der Bewehrung und des Betonfundaments
Sobald die Gruben ausgehoben sind, können die Bewehrung und das Betonfundament vorbereitet werden.
Das Fundament ist ein wichtiger Bestandteil der Installation, da während des Aufzugbetriebs erhebliche Lasten auf die Bodenkonstruktion übertragen werden.
Für die Installation des BD-S4 sollte das Betonfundament unter dem Aufzugsbereich eine Dicke von mehr als 200 mm aufweisen.
Die Anforderungen an das Fundament sollten stets anhand der Installationsunterlagen des Herstellers und der baulichen Gegebenheiten des Gebäudes überprüft werden. Falls erforderlich, sollte die Bodenkonstruktion vor Beginn der Installation von einem qualifizierten Fachmann begutachtet werden.
7. Planung der elektrischen und sonstigen Anschlüsse
Die für den Aufzug erforderlichen elektrischen Anschlüsse und sonstigen Versorgungsanschlüsse sollten vor Fertigstellung des Betonbodens geplant werden.
Der BD-S4 kann je nach Konfiguration entweder mit 400 V / 50 Hz / 3-phasig oder 230 V / 50 Hz / 1-phasig betrieben werden.
Die Position der Steuereinheit und die Verlegung der erforderlichen Anschlüsse sollten im Zusammenhang mit der Aufzugsposition und der Werkstattaufteilung berücksichtigt werden.
Die Planung dieser Anschlüsse vor Fertigstellung des Bodens erleichtert die Installation und vermeidet unnötige Nacharbeiten nach dem Aushärten des Betons.
8. Betonieren des Fußbodens
Sobald die Gruben, die Bewehrung, die Entwässerung und die Versorgungsleitungen fertiggestellt sind, kann die restliche Bodenkonstruktion betoniert werden.
Die endgültige Betonhöhe ist besonders wichtig. Die fertige Bodenhöhe muss mit den Oberkanten der Gruben und der endgültigen Position der Aufzugsplattformen übereinstimmen.
Ziel ist es, dass die Plattformen bei vollständig abgesenktem Aufzug bündig mit dem Werkstattboden abschließen.
Bevor die Betonarbeiten abgeschlossen werden, sollten die Grubenabmessungen, die Ausrichtung, die Bodenhöhen und alle erforderlichen Anschlüsse noch einmal überprüft werden. Korrekturen sind wesentlich einfacher, bevor der Boden fertiggestellt ist.
9. Vorbereitung der Gruben für die Aufzugsmontage
Nachdem der Beton die erforderliche Festigkeit erreicht hat, sollten die Einbaugruben für die Hebemechanismen vorbereitet werden.
Überprüfen Sie die Innenflächen der Gruben, die Grubenränder, die Versorgungsöffnungen, das Entwässerungssystem und die endgültigen Abmessungen, bevor Sie die Aufzugskomponenten einbauen.
Dies ist die letzte Gelegenheit, Korrekturen vorzunehmen, bevor die Hebemechanismen installiert werden und der Zugang erschwert wird.
10. Einbau des Aufzugs
Sobald die Bau- und Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind, können die Hebemechanismen in ihren jeweiligen Gruben positioniert werden.
Beim BD-S4 werden die beiden Hebemechanismen separat installiert und an die Steuereinheit sowie das Hydrauliksystem angeschlossen.
Die Plattformen müssen korrekt positioniert und auf den fertigen Werkstattboden ausgerichtet werden.
11. Anschluss und Inbetriebnahme des Hebers
Nach der Installation der Hebemechanismen können die hydraulischen und elektrischen Anschlüsse gemäß den Installationsvorgaben des Herstellers vorgenommen werden.
Die Hebebühne sollte anschließend justiert und getestet werden, bevor sie für ein Fahrzeug verwendet wird.
Der BD-S4 nutzt eine Synchronisation der Hydraulikzylinder und verfügt als Teil seines Hebesystems über mechanische und hydraulische Sicherheitsvorrichtungen.
Abschließende Installationsprüfung
Überprüfen Sie vor der Inbetriebnahme der Hebebühne die gesamte Installation und stellen Sie sicher, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren.
- Position der Hebebühne und Ausrichtung der Plattformen
- Bewegung beider Plattformen
- Synchronisation der Plattformen
- Endabsenkposition
- Mechanische Sicherheitssysteme
- Hydraulische Sicherheitssysteme
- Notabsenkfunktion
- Elektrische Anschlüsse
- Hydraulische Anschlüsse
- Entwässerung und Flüssigkeitsauffang
Alle Inbetriebnahme- und Sicherheitsprüfungen sollten gemäß der Dokumentation des Herstellers durchgeführt werden, bevor der Aufzug in den normalen Werkstattbetrieb genommen wird.
Wichtige Überlegungen zur Installation
Eine bodeneingebaute Scherenhebebühne sollte idealerweise bereits vor dem Bau des Werkstattbodens ausgewählt und positioniert werden. So können die Einbaugruben, das Betonfundament, die Entwässerung, die elektrischen Anschlüsse und das Fertigbodenniveau von Anfang an in die Werkstattplanung einbezogen werden.
Die in diesem Leitfaden genannten Abmessungen, einschließlich der Gruben-Tiefe von ca. 330 mm, der Betonfundamentdicke von mehr als 200 mm und der maximalen Hubhöhe von 2030 mm, beziehen sich auf die hier beschriebene Installation des Modells BD-S4.
Prüfen Sie vor Beginn der Bauarbeiten stets die aktuelle Installationsdokumentation, die mit der jeweiligen Hebebühne geliefert wurde. Die Anforderungen an Fundament, Grube, Elektrik und Installation können je nach Hebebühnenmodell und baulichen Gegebenheiten variieren.
Einbau einer unterflurmontierten Scherenhebebühne: Wichtige Punkte
- Planen Sie die genaue Position der Hebebühne, bevor Sie den Werkstattboden fertigstellen.
- Berücksichtigen Sie den gesamten Arbeitsbereich des Fahrzeugs, nicht nur die Abmessungen der Hebebühne.
- Bereiten Sie zwei genau positionierte Einbaugruben für den BD-S4 vor.
- Sehen Sie gemäß den Montageanforderungen eine Gruben-Tiefe von ca. 330 mm vor.
- Planen Sie die Entwässerung und das Auffangen von Flüssigkeiten, bevor der Betonboden fertiggestellt wird.
- Bereiten Sie unter dem Hebebühnenbereich ein Betonfundament mit einer Dicke von mehr als 200 mm vor.
- Planen Sie die elektrischen und sonstigen Anschlüsse vor dem Betonieren.
- Überprüfen Sie sorgfältig die Höhe des fertigen Bodens und die Ausrichtung der Plattform.
- Testen Sie alle Hebe- und Sicherheitssysteme, bevor Sie den Hebebühne mit einem Fahrzeug in Betrieb nehmen.
Eine sorgfältige Vorbereitung vor Fertigstellung des Betonbodens kann helfen, spätere unnötige Änderungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Hebebühne ordnungsgemäß in die Werkstatt integriert wird.
Wenn Sie die Installation einer BD-S4 oder einer anderen bodeneingebauten Scherenhebebühne planen, wenden Sie sich bitte vor Beginn der Bodenarbeiten an das BalticDiag-Team, um die Installationsanforderungen und die Vorbereitung der Werkstatt zu besprechen.